Sportfunktionäre und Politik sahen die Zukunft der Sportvereine insbesondere in ihrer gesellschaftlichen Funktion. Eckard Jacobs, Sportreferent im schleswig-holsteinischen Innenministerium, hob den Wert des ehrenamtlichen Engagements und den Bildungsauftrag der Sportvereine hervor. Hier ließen sich Tugenden wie Verantwortungsbewusstsein, Team- und Kritikfähigkeit, Fairness, Durchhaltevermögen, Disziplin sowie auch das Verlierenkönnen lernen.

Heinz Jacobsen, Vizepräsident des Landessportverbands, wollte Bewährtes erhalten und den Erfordernissen der Zukunft anpassen. „Sportvereine leben von der Verbundenheit und der Tradition“, sagte er. Den Herausforderungen könnte mit Kurzmitgliedschaften und Kooperationen mit Kitas und Schulen begegnet werden. Kreispräsident Lutz Clefsen forderte, das Positive am Vereinssport mehr nach außen zu tragen. „Wir sollten stolz sein auf unsere Sportvereine, die Ehrenamtler, die so vieles leisten“, sagte er. „Es geht auch um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“ Der Vorsitzende des Kreissportverbands Rendsburg-Eckernförde, Thomas Liebsch-Dörschner, selbst GTV-Mitglied, Amtsdirektor Matthias Meins und Gettorfs Bürgermeister Jürgen Baasch bescheinigten dem GTV eine große gesellschaftliche Rolle für Gettorf und die Region.

Auch deswegen habe der Sport einen hohen Stellenwert in der Gemeinde, betonte der Bürgermeister. Vier Millionen Euro investiere die Gemeinde in das neue Sportzentrum, Schule und Vereine profitierten davon. Er dankte insbesondere den Ehrenmitgliedern für die Foto-Ausstellung im Ortskern und der Vereinsspitze dafür, dass sie in der Frage um die Einrichtung eines kommerziellen Fitnesscenters der Meinung der Mitglieder gefolgt ist. Er sei überzeugt, dass sich der GTV auch für die Zukunft gut aufstellen wird.

Michaela Lauterbach